Ein Nachhilfeplan für 60 Minuten
Eine Mathematikstunde als Beispiel: Einfache Gleichungen gelingen, bei Klammern passieren Fehler. Am Ende wird eine neue Gleichung ohne Hinweise gelöst und geprüft.
- 0–5
minOhne Notizen beginnen
Gib 2x + 3 = 11. Beobachte die erste Operation und ob sie auf beiden Seiten ausgeführt wird.
„Löse die Gleichung und setze dein Ergebnis ein. Passt es?“
Scheitert schon das Subtrahieren von 3, bleibe bei einfachen Gleichungen.
- 5–15
minEine Diagnoseaufgabe
Gib 2(x + 3) = 14. Lass den ersten Schritt begründen. 2x + 3 = 14 zeigt eine konkrete Schwierigkeit.
„Was multipliziert die Zwei vor der Klammer?“
Gelingt die Aufgabe allein, wähle eine schwierigere Variante.
- 15–45
minSchrittweise weniger Hilfe
Zeige bei 3(x + 2) = 21 den Schritt 3x + 6 = 21. Bei 4(x + 1) = 28 löst der Schüler die Klammer auf. Danach bearbeitet er 5(x + 1) = 30 allein.
„Wie lautet die erste Zeile ohne Klammer? Warum?“
Höre auf zu erklären, sobald er den nächsten Schritt selbst wählen kann.
- 45–55
minEine neue Aufgabe prüfen
Verdecke die Lösungen. Gib 2(x − 3) = 10 und lass das Ergebnis einsetzen. Zeige danach die falsche Zeile 2x − 3 = 10.
„Welche Zahl muss sich ändern? Warum?“
Notiere, was allein gelang und wo eine Frage nötig war.
- 55–60
minDie Stunde abschließen
Kehre zum Ziel zurück. Notiert eine gelungene Handlung und einen offenen Punkt. Gib zwei kurze Aufgaben, eine mit anderem Vorzeichen.
„Woran erkennst du eine richtig aufgelöste Klammer?“
Beginne die nächste Stunde mit einer dieser Aufgaben ohne Lösung daneben.
Ein beispielhafter Ablauf, keine wissenschaftlich optimale Zeiteinteilung. Beim ersten Treffen braucht die Diagnose oft mehr Zeit.
Thema / Schüler
Ziel der eigenen Arbeit
Abrufen aus dem Gedächtnis
Diagnoseaufgabe
Beispiel und eigene Arbeit
Fehler besprechen
Ich kann / wiederholen
Nächster Schritt
Vor der Stunde
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